Where Echoes Linger

(2026)

Das Videoessay Where Echoes Linger spannt einen Bogen von der letzten Hinrichtung in Liechtenstein bis zu heutigen «Shitstorms», die vermeintliches Fehlverhalten, meist in sozialen Medien, öffentlich brandmarken.

Am 26. Februar 1785 wurde Barbara Erni als letzte Person in Liechtenstein mit dem Schwert, öffentlich gross inszeniert, auf dem Güediga Hügel hingerichtet – dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Barbare Erni galt als Vagantin, Diebin und Prostituierte. Die öffentlich inszenierte Exekution Ernis sollte vor allem eine abschreckende Wirkung haben und wurde gemäss Quellen von «etlich tausend in- und ausländischen Zuschauern» auf dem Güediga-Hügel begleitet.

Where Echoes Linger rollt die Geschichte von Barbara Erni auf und hinterfragt, ob das Thema Schuld und Schuldzuschreibung heute einen Widerhall in «Shitstorms» findet und es spürt den Mechanismen der öffentlichen Zurschaustellung und gesellschaftlichen Mob-Dynamiken nach. Heutige Mechanismen von Shitstorms werden in Beziehung mit historischen Ereignissen gesetzt und zeigen die zerstörerische Kraft digitalen Wütens im Kontext kollektiver Anspannungen und Ängste auf.

Ausgestellt im Kunst(zeug)haus in Rapperswil in der Ausstellung „Fragments of Places”.

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Barbara Erni

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Glitzern durch den Nebel