Aus den Augen aus dem Sinn

(2022)

Aus den Augen aus dem Sinn ist eine Arbeit, die aus einer Publikation, Fotografien und einer Ausstellung besteht. Die Publikation enthält Interviews mit Mitarbeitenden der Kontakt- und Anlaufstellen (K&As), sowie Daten und Forschungsmaterial. Sie untersucht fünf Konsumräume in Zürich, Olten, Basel, Schaffhausen und Luzern anhand von Fotografien und Aussagen von Suchtkranken und Mitarbeitenden. Das Projekt zeigt deren Relevanz und die Versorgung und Pflege der Bedürfnisse und der Gesundheit der Suchtkranken.

In den neunziger Jahren wurden Drogen als eines der grössten Probleme in der Schweiz bezeichnet. Das Elend der Drogenszene häufte sich am Zürcher Platzspitz und weckte internationales Medieninteresse, bis der Platzspitz 1992 geschlossen wurde. Dieses abrupte und repressive Vorgehen führte dazu, dass sich die Szene auf das Areal des alten Lettenbahnhofs verlagerte, der dann 1995 geschlossen wurde. Diese Schliessung ging mit sehr pragmatischen, flächendeckenden Präventionsmassnahmen einher.

Diese Drogenkrise hatte nachhaltige Auswirkungen und führte zu einer bis heute liberalen Drogenpolitik in der Schweiz. Es entstanden unter anderem Institutionen wie die Kontakt- und Anlaufstellen (K&As), die Beratung, ein soziales Netzwerk und Konsumräume für einen sichereren Konsum bieten. Sucht ist nach wie vor verbreitet und bleibt eine gesellschaftliche Herausforderung, aber sie findet in neuen, weniger sichtbaren Formen statt.

Ein Projekt von Céline Meier, David Nunes, Livia Faden & Franziska Kleinsorg.

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Maria (Theaterstück)

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Thomas A. Rando